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Yoga Klassenplanung: 7 Hürden überwinden

Sinnvolle und inspirierende Yoga Sequenzen erstellen kann eine echte Herausforderung sein und das nicht nur für frisch ausgebildete Yogalehrende. Ich hab für dich 7 Hürden im Yoga Sequencing analysiert und hilfreiche Tipps zusammengestellt, wie du diese Hürden ganz einfach überwinden kannst.


Die Klassenplanung ist für die meisten Yoginis in unserer Multi-Style Ausbildung am Anfang eines der schwierigsten Themen. Und über die vielen Jahre hinweg, die ich jetzt schon verschiedene Yoga Ausbildungen leite hat sich für mich herauskristallisiert, warum das so ist und diese Erkenntnis möchte ich gerne mit dir teilen.


Die Herausforderungen der Klassenplanung betreffen aber nicht nur neue Yogalehrer*innen.


Je mehr Unterrichtserfahrung du hast, desto eher kommst du  in einen gewissen Alltags-Trott beim Unterrichten:

  • Du hast vielleicht das Gefühlt immer dasselbe zu unterrichten

  • Du sehnst  dich nach frischem Wind in deinem Unterricht

  • Du wünscht dir mehr Abwechslung für dich selbst und deine Schülerinnen


Dann bist du hier richtig! Los geht's mit den häufigsten Herausforderungen in der Planung für Yogaklassen und bei der Erstellung von Yoga Übungsabfolgen.


1. Hürde: Sicherheit gewinnen

Neue Yogalehrer haben oft weniger Erfahrung im Unterrichten, was es schwierig macht, eine effektive Sequenz zu planen und durchzuführen.

Aber selbst erfahrene Yogalehrer sind immer wieder unsicher oder weichen von ihrem Plan unerwartet ab.


So kannst du diese Hürde überwinden:


Üben & Analysieren: Dadurch bekommst du schnell mehr Sicherheit und Routine für deine zukünftige Klassenplanung

  • Wenn du ganz neu bist: Komm möglichst schnell  ins Tun und such dir deine ersten Yoga Schüler*innen: Familie, Bekannte, Yoga im Park, Freiwillige, Wohltätigkeitsorganisationen, Yoga für einen guten Zweck,

  • Aber auch ohne Schüler kannst du sofort starten und einfach Videos von dir selber machen. Schau dir danach die Videos an, Noch besser, nimm deine eigene Klasse und analysiere, was du nächstes Mal anders machen würdest.

  • Wenn du schon mehr Erfahrung hast: Frag unbedingt mal beii Yogalehrer-Kolleginnen um Rat oder noch besser: Such dir eine Yoga Mentorin, die bei solchen Themen für dich das ist. 


2. Hürde: Bedürfnisse erkennen und darauf eingehen

Weißt du wirklich was deine Yoga Schülerinnen brauchen?

Wenn du die Qualität deines Unterrichts ehrlich verbessern möchtest ist es super wichtig, dass du weisst was für deine Schüler*innen wichtig ist und welche Bedürfnisse bzw.  Wünsche sie haben.

Es ist oft gar nicht leicht herauszufinden was, die echten Bedürfnisse und Fähigkeiten deiner Schüler*innen sind.

  • wenn du generell noch nicht viel Erfahrung im Yoga Unterrichten hast oder

  • wenn du dich in einem speziellen Thema  noch nicht zu gut auskennst oder ein neus Workshop Format anbietest, zB nach einer Yoga Weiterbildung


So kannst du diese Hürde überwinden: 


Bitte deine Schüler*innen nach der Klasse um ehrlichem, konstruktives  Feedback

  • Sei super transparent und ehrlich, dass es dir  gerade bzw. immer wichtig ist, die Qualität in deinem Unterricht weiter zu verbessern.

  • Frage, was ihnen gefallen hat. Was war eine Herausforderun? Vorerfahrung, Wünsche, Bedürfnisse, 

  • Das Feedback kannst du gleich nach der Stund mündlich einholen oder im Anschlus mit einem Fragebogen (anonymes Formular möglich) zb per email.

  • Mach eine Umfrage auf deinen Social Media Kanälen, zb mit einem Poll Sticker auf Instagram

  • Lass die Ergebnisse dann in deine nächste Klassenplanung mit einfließen


3. Hürde: Zeitmanagement

Das Einhalten der vorgegebenen Zeit während einer Yogastunde kann schwierig sein, besonders wenn man noch lernt, wie man Asanas sicher und effektiv unterrichtet.


So kannst du diese Hürde überwinden: : 

  • Planung und Vorbereitung sind entscheidend, aber auch dass du dich daran hälst und die Uhr im Blick behältst.

  • mach eine  eigene Spalte in deiner Klassenplaung für die Zeit für jede Übung

  • Setz dir eine Deadline, wann du mit dem Cool-Down bzw. Savasana beginnen möchtest.

  • Savasana: 10 % der gesamten Klasse

  • Vergsis nicht, dass noch genug Zeit bleibt um Savasana aufzuösen und die Klasse abzuschließen ohne Hektik


4. Hürde: Abfolgen ins Fließen bringen

  • Eine Yoga-Sequenz sollte sich fließend und sinnvoll anfühlen

  • Sie sollte in sich stimmig aufgebaut sein, damit die Praxis inspirierend, nachhaltigeund effizient wird

  • Es geht darum das richtigen Gleichgewicht zu finden zwischen verschiedenen Asana Kategorien, Atemübungen und Elementen der Entspannung.


So kannst du diese Hürde überwinden: 

  • Geh bei deiner Klassenplanung strategisch vor und plane auch man von hinten nach vorne. 

  • Beginne mit der schwierigsten Position oder dem herausfordendsten Thema und überlege wie du den Körper & Geist in deiner Yogaklasse schrittweise darauf vorbereitest und danach wieder entspannst.

  • Überlege wie du die einzelnen Übungen sinnvoll bzw. fließend miteinander verbinden kannst

  • Probiere deinen Sequenz immer vorher selbst einmal auf der Matte aus.


5. Hürde: Verschiedene Levels abdecken

Gerade bei Open Level / Multi Level Klassen stellt sich oft die Frage, wie man Schülerinnen mit verschiedener Yoga-Vorerfahrung am besten abholt

  • ohne sich selbst zu verzetteln

  • manche zu vernachlässigen

  • andere zu überfordern.


Eine wichtige Frage dabei ist: Muss ich es allen recht machen? Kann ich es allen recht machen?


Generell ist es als Yogalehrende unser Ziel auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen so gut wie möglich einzugehen, um die Schüler*innen einerseits herauszufordern aber gleichzeitig das Verletzungsrisiko zu minimieren.


So kannst du diese Hürde überwinden: 

Plane immer Variationen und Progressionen ein:

  • Bau deine Sequenz so auf, dass sie sich langsam steigert.

  • Überlege dir zu den schwierigeren Asanas auch einfache Versionen für weniger erfahrene Yogi*nis.

  • Auch zu den einfacheren Asanas behalte die typischen Verletzungen im Blick: Knie, Handgelenke und hab Variationen parat.

  • Plane immer die einfachste Version zuerst vorzuzeigen, weil Schüler*innen dich automatisch kopieren.

  • Plane den Einsatz von Props vor: Blöcke, Gurte, Polster usw.

  • Beschäftige dich mit verschiedenen Yoga-Stilen und Traditionen. Damit kannst du ein breiteres Verständnis für Variationen und Progressionen entwickeln.


6. Hürde: Mangelndes Yoga Anatomie Wissen

Ein Grundverständnis der menschlichen Anatomie und Physiologie ist so unglaublich wichtig, um sichere und effektive Yoga-Sequenzen zu erstellen. 


Neue Lehrer haben oft Schwierigkeiten dabei, Asana-Abfolgen sinnvoll zu planen, weil sie in der Yoga Anatomie noch nicht sattelfest sind oder in der Grundausbildung dafür zu wenig Zeit war.


Erfahrene Yogalehrer*innen hab oft viel Yoga Anatomie Wissen aus ihrer eigenen Ausbildung schon wieder vergessen.


Aber keine Sorge! Es ist ganz normal, dass ein so wissenschaftliches Thema mit vielen Fachbegriffen wie Anatomie immer wieder aufgefrischt werden muss.


So kannst du diese Hürde überwinden: 

  • Schau dir deine Unterlagen aus der 200 std. oder 300 std Ausbildung immer wieder an

  • Bilde dich weiter mit neuen Forschungsergebnissen, Publikationen, Podcasts usw.

  • Leihe dir die anschauliche Yoga Anatomiebücher von Kolleg*innen oder such nach Anatomie Apps mit 3D Darstellungen

  • Mach mal wieder eine Yoga Anatomie Weiterbildung online oder in Präsenz


7. Hürde: Kreativität und Inspiration

Das Entwickeln inspirierender und vor allem kreativer Yoga Sequenzen kann eine große Herausforderung sein sowohl für erfahrene als auch neue Yogalehrer.


Neue Yogalehrer mit wenig Erfahrung sind anfangs oft nervös und haben Sorge etwas zu vergessen, deswegen ist es total ok und sogar ratsam über einen längeren Zeitraum hinweg immer dieselben oder ähnliche Sequenzen zu unterrichten.


So kannst du diese Hürde überwinden: 

  • Mit etwas Übung fällt es dir bald leichter kreativ zu werden.

  • Du kannst aber auch anders kreativ werden, indem du zB immer dieselbe / ähnliche Übungen unterrichtest und nur ein neues philosophisches Thema einstreust.

  • Neue Inspiration findest du am einfachsten wenn du Yogaklassen anderer Lehrer*innen besuchst. Dabei musst du diese aber nicht 1:1 kopieren. Nimm einzelne Elemente und wandle sie ab.

  • Bring deine eigene Kreativität ins Spiel und denke mal ausserhalb der Norm, finde ungewöhnliche Variationen, die sich für dich stimmig anfühlt. So verleihst du deiner Klasse ausserdem eine persönliche Note.

  • Mische unterschiedliche Bewegungsformen miteinander, zB Tanz, Kampfkunst, andere Yogastile …


Fazit

Durch kontinuierliche Weiterbildung, praktische Erfahrungen und den Austausch mit

anderen Lehrern kannst du deine Fähigkeiten im Sequencing schnell weiterentwickeln und verbessern.


Wenn du Lust auf mehr kreatives Sequencing hast, dann schau mal in eines meiner letzten Webinare: Kreative Klassenplanung leicht gemacht.


Hier kannst du dich für 0€ dazu anmelden:


Hör gern auch in den Podcast zu diesem Thema hinein:



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