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  • kerstin plank

Solar und Lunar: lerne die zwei Aspekte der Acro Yoga-Praxis kennen

In der Welt des Yoga gibt es unzählige Stile und Praktiken, die sich auf unterschiedliche Aspekte der körperlichen und geistigen Gesundheit konzentrieren. Einer dieser Stile, der sich jedoch durch eine besondere Dynamik und eine einzigartige Verbindung auszeichnet, ist Acro Yoga. Doch was macht Acro Yoga so besonders und was hat es mit den zwei Aspekten des Lunar und Solar Acro Yoga auf sich?


Das Einmaleins

Zu Beginn ein paar Grundlagen: Acro Yoga vereint Elemente aus Partnerakrobatik, Yoga und - das mag überraschen - Thai-Massage. 


Es wird zwischen drei Hauptrollen unterschieden: Base, Flyer und Spotter. Die Base liegt am Boden und bietet Stabilität und Unterstützung für den Flyer, der in der Luft gehalten wird. Der Spotter ist für die Sicherheit zuständig und bietet, falls nötig, Unterstützung, indem Flyer und/oder Base beispielsweise zusätzlich stabilisiert werden. Diese dynamische Interaktion erfordert ein hohes Maß an Vertrauen und Achtsamkeit. Eine der faszinierendsten Aspekte von Acro Yoga ist die Verbindung zwischen den Teilnehmenden. Während die Base Stabilität bietet, vertraut der Flyer darauf, sicher gehalten zu werden. Der Spotter gewährleistet Sicherheit und bietet bei Bedarf Hilfestellung. Diese Interaktionen können nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Verbindungen schaffen. Das Um und Auf ist die Fähigkeit der Yogis und Yoginis, Vertrauen aufzubauen und effektiv zu kommunizieren. 


Solar Acro Yoga

Acro Yoga lässt sich in zwei Hauptstile unterteilen: Solar und Lunar. Solar-Acro Yoga betont kraftvolle Bewegungen und dynamische Sequenzen. In anderen Worten: es handelt sich um den körperlich fordernden Teil der Praxis: der Partnerakrobatik und dem Warm-up. 


Solar-Acro Yoga bietet körperliche Herausforderungen und stärkt die Muskeln. Es fördert Flexibilität, Beweglichkeit, Koordination und die räumliche Wahrnehmung. Das Warm-up, aber auch das Fliegen selbst inkludieren teilweise Asanas aus den klassischeren Yoga-Stilen wie Hatha Yoga oder Vinyasa Flow. 

Darüber hinaus bedient sich die Solar-Praxis aus der Partnerakrobatik. Die Base liegt in der Regel am Boden, was im Fachjargon im Unterschied zur stehenden Base (aka S-basing) als L-basing bezeichnet wird. Das „L“ referenziert die meist nach oben gestreckten Beine der Base, auf denen sich der/die Flieger*in bewegt. Gemeinsam werden mithilfe eines oder zweier Spotter einzelne Posen bzw. Tricks erarbeitet. Die fließende Zusammensetzung individueller Posen und Tricks wird als Flow bezeichnet. Wie sportlich anspruchsvoll die Solar-Praxis gestaltet wird, hängt ganz von den jeweiligen Personen ab. Insgesamt betont Acro Yoga aber eine sanfte Herangehensweise und ermuntert die Yogis und Yoginis, sich auf ihre körperlichen Empfindungen und das Miteinander zu konzentrieren. In dieser Herangehensweise lässt sich die Philosophie von Yoga wiederfinden. Dennoch erfordert das Einlassen auf Acro Yoga etwas Mut und die Bereitschaft, hin und wieder auch über den eigenen Schatten zu springen.


Lunar AcroYoga

Während Solar-Acro Yoga körperliche Stärke, Ausdauer und Flexibilität fördert, konzentriert sich Lunar-Acro Yoga hingegen auf sanfte, fließende Bewegungen und tiefe Dehnungen. Es fördert Entspannung, Regeneration und emotionale Ausgeglichenheit. Es hilft dabei, Stress abzubauen und die emotionale Balance wiederherzustellen. Die Lunar-Praxis kann die Verbindung mit dem/der Partner*in stärken und betont so die zwischenmenschliche Komponente von Acro Yoga.


Teil davon ist das sogenannte therapeutische Fliegen. Beim Lunar-Fliegen ist der/die Flieger*in meist passiv – es geht um das Loslassen und Entspannen. Sowohl sanftes Dehnen und Drehen als auch Massageelemente können Anwendung finden. Atemtechniken können das therapeutische Fliegen noch zusätzlich intensivieren.


Ein weiterer Bereich ist die Thai-Massage, die in der Regel am Ende der Praxis steht. Die Integration der heilenden Kraft von Thai-Massage ist für viele erstmal überraschend, gehört aber zum Acro Yoga wie das Savasana zum Abschluss vieler klassischen Yoga-Einheiten. Wie auch beim therapeutischen Fliegen geht es hierbei darum, den Körper wieder in die Entspannung zu bringen. Base und Flyer profitieren von sanften Dehnungen und entspannenden Berührungen, die Verspannungen lösen und die Durchblutung verbessern. Die Lunar-Praxis dient als Ausgleich zur körperlich anspruchsvolleren Solar-Praxis.


Vertrauen, Achtsamkeit, Spiel und Spaß

Insgesamt betont Acro Yoga den spielerischen Aspekt des Yoga und ermutigt dazu, sich auszuprobieren und zu wachsen. Es geht weniger um perfekte Posen als vielmehr um Vertrauen und Verbundenheit. Das macht Acro Yoga trotz den bereits im Wort steckenden akrobatischen Elementen auch erstaunlich zugänglich, unabhängig von Alter oder körperlicher Fitness. Es ist eine Reise der Selbstentdeckung und des gegenseitigen Vertrauens.


Die Inklusion von sowohl Solar- als auch Lunar-Elementen ermöglicht es den Yogis und Yoginis, ein Gleichgewicht zwischen Kraft und Entspannung zu finden. Acro Yoga lädt dazu ein, Vertrauen aufzubauen, Verbindungen zu stärken und gemeinsam zu wachsen.


Acro Yoga ist auch Teil der Flowyoga Multistyle Ausbildung!


Hier werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der zwei Aspekte nochmal zusammengefasst:



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