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Die sieben Chakren – das Herz Chakra

Das Herz Chakra, oder auch Anahata Chakra genannt, ist das vierte der sieben Chakren. Es verbindet die drei unteren Chakren mit den drei oberen Chakren und kann somit als die Schnittstelle der weltlichen und der spirituellen Energie gesehen werden. Anahata ist Sanskrit und bedeutet sinngemäß lautloser Klang oder innerer Klang und wörtlich nicht angeschlagen. Man kann das Herz Chakra also mit einer Klangschale vergleichen, die nicht angeschlagen wird, aber trotzdem einen wundervollen Klang erzeugt. Dies beschreibt auch die Energie, die unserem Herzen innewohnt.



Es gibt aber noch weitere Übersetzungen für das Wort anahata. Eine davon lautet intakt oder unverletzlich und weist darauf hin, dass jeder Mensch in seinem Herzen vollkommen ist und niemanden und nichts braucht, um glücklich zu sein. Glücklich und zufrieden zu sein ist eine innere Einstellung, die durch dein Wissen genährt wird, dass du allein vollkommen bist.


Welche Themen sind mit dem Anahata Chakra verbunden?


Das Herz Chakra steht für Vereinigung. Nicht nur der unteren mit den oberen Chakren, sondern auch von Gegensätzen, wie zum Beispiel von männlicher und weiblicher Energie. Es steht aber auch für bedingungslose und universelle Liebe sowie Heilung. Hinzu kommen noch die Themen Vertrauen, Vergebung, Hingabe und Dankbarkeit. Die bereits genannte Liebe umfasst nicht nur die Liebe anderen gegenüber, sondern auch die Liebe sich selbst gegenüber.


Aber auch Schmerz und Trauer sind Themen, die mit dem Herzchakra verbunden sind. Diese spüren wir besonders stark, wenn das Herz Chakra nicht in Balance ist. Es kann aber auch passieren, dass du gar nicht in der Lage bist, Emotionen oder Liebe zuzulassen und den Kontakt mit anderen generell scheust. Auch Vorurteile, Einsamkeit und Verbitterung entstehen hier. Die Imbalance kann sich aber auch auf physischer Ebene äußern, etwa durch Kurzatmigkeit oder andere Atemprobleme bis hin zu Herzproblemen.


Ist das Anahata Chakra hingegen in Balance, fühlst du dich hingebungsvoll und kannst dem Leben und anderen vertrauen. Du gehst liebevoll mit ihnen um und bist fröhlich.


Welche Yoga Asanas sind geeignet, um das Herz Chakra zu aktivieren?


Das Herz Chakra wird vor allem durch Rückbeugen aktiviert. Diese dehnen den Brustkorb und die gesamte Körpervorderseite und sorgen dabei für eine Öffnung des Herzraums. Beispiele für Rückbeugen sind:

  • Anahatasana – das schmelzende Herz oder Puppy Pose

  • Bhujangasana – die Kobra

  • Urdha Mukha Svanasana – der heraufschauende Hund

  • Chamatkarasana – Wild Thing

  • Dhanurasana – der Bogen

  • Ustrasana – das Kamel

  • Urdhva Dhanurasana – das volle Rad

Bitte beachte, dass Rückbeugen besonders intensiv sind und sei daher besonders achtsam in deiner Praxis.


Aber auch die Schultern und Arme sind eng mit dem Herz Chakra verbunden, weshalb Mudras ebenfalls eine gute Möglichkeit sind, um das Anahata Chakra zu aktivieren.


Wie kann ich das Anahata Chakra sonst noch unterstützen?


Das Herz Chakra wird durch alle Tätigkeiten aktiviert, bei denen es um Verbundenheit geht. Vor allem die Verbindung von Bewegung und Atmen hilft, das vierte Chakra zu öffnen. Aber auch Pranayama ist gut dafür geeignet.


Dem Herz Chakra ist das Element Luft und die Farbe Grün zugeordnet. Diese kann, wie auch bei den anderen Chakren, mit bestimmten Düften kombiniert werden. Zur Aktivierung des Herz Chakras eignen sich blumige Düfte wie Rose oder Jasmin besonders gut.


Eine Affirmation, die das vierte Chakra besonders anspricht, lautet: Ich bin liebenswert. Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich.

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